
Capa-Haus
Wo im April 1945 der US-amerikanische Kriegsfotograf Robert Capa seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“ vom Ende des Zweiten Weltkrieges in Leipzig machte und heute die Ausstellung „War is Over“ zu sehen ist, befindet sich mit dem „Erinnerungsort Capa-Haus“ ein lebendiger und offener Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsort, der nicht nur Robert Capa, sondern auch seiner Partnerin, der (Kriegs-)Fotografin Gerda Taro, gewidmet ist.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 11 bis 16 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen)
jeden 3. Sonntag im Monat 11 bis 16 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen)
Eintritt frei
Führungen auf Anfrage
Wegen unserer Teilnahme an der Leipziger Buchmesse bleibt das Capa-Haus am 19. und 20. März 2026 tagsüber geschlossen.
Geschichte
Das Capa-Haus ist eine der wichtigsten Leipziger Erinnerungsstätten an den Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, aber auch an den Widerstand und die Befreiung 1945.
Im April 1945 kam Robert Capa als US-amerikanischer Kriegsfotograf mit den Alliierten nach Leipzig. In der Frankfurter Straße 39 (heute Jahnallee 61) entstand seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“, die u. a. den Tod des US-Soldaten Raymond J. Bowman am 18. April 1945 bei den Kämpfen zwischen der anrückenden 2. Infanteriedivision der US-Army und deutschen Soldaten, die am Elsterflutbecken letzten sinnlosen Widerstand leisteten, dokumentiert. Diese Fotoserie und ihre Entstehung stehen im Mittelpunkt der historischen Ausstellung „War is Over“.
Heute befindet sich hier der „Erinnerungsort Capa-Haus“, ein lebendiger und offener Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsort, der nicht nur Robert Capa, sondern auch seiner Partnerin, der (Kriegs-)Fotografin Gerda Taro, gewidmet ist.

Der „Erinnerungsort Capa-Haus“ versteht sich zudem als Eingangsportal zum Geschichts-Cluster Leipziger Westen mit dem Erich-Zeigner-Haus, dem Kriegsmemorial an der Ecke Karl-Heine-/Zschochersche Straße, der Schaubühne Lindenfels sowie dem als Stätte der Arbeiterbewegung traditionsreichen Felsenkeller.
Robert Capa und Gerda Taro in Leipzig

Gerta und André in Paris 1935/1936, Foto von Fred Stein, Fred Stein Archive
Podcast WDR Zeitzeichen – Gerda Taro
Die Fotografen Gerda Taro (1910–1937) und Robert Capa (1913–1954) hatten nicht nur eine besondere Beziehung zueinander, sondern auch zu Leipzig. Gerta Pohorylle zog 1929 mit ihren Eltern hierher und war in linken und sozialistischen Jugend- und Studentengruppen aktiv. Sie beteiligte sich an diversen Flugblattaktionen und wurde im März 1933 kurzzeitig verhaftet. Im Pariser Exil begegnete sie dem ungarischen Emigranten und Fotografen Endre Ernö (André) Friedmann. Sie wurden ein Paar und Partner: Robert Capa und Gerda Taro.
Beide entschieden sich 1936, den Kampf der republikanischen Truppen für die junge spanische Demokratie im Spanischen Bürgerkrieg mit ihren Kameras zu dokumentieren, wobei Gerda Taro im Juli 1937 bei einem Unfall tödlich verletzt wurde. Sie gilt als Pionierin der modernen Kriegsfotografie.
Im April 1945 kam Robert Capa als US-amerikanischer Kriegsfotograf mit den Alliierten nach Leipzig. In der Frankfurter Straße 39 (heute Jahnallee 61, Capa-Haus) entstand seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“, die u. a. den Tod des US-Soldaten Raymond J. Bowman am 18. April 1945 im Zuge der Befreiung Leipzigs dokumentiert.
Buchtipp Irme Schaber: Freiheit im Fokus. Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig
Gerda-Taro-Lounge

Die beiden zentralen Bereiche des „Erinnerungsortes Capa-Haus“ sind die historische Dauerausstellung „War is Over“ und der Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsraum Gerda-Taro-Lounge.
Die Gerda-Taro-Lounge bietet im Stil eines Kaffeehauses ein einzigartiges Ambiente für unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gespräche, Lesungen, Filmvorführungen, Präsentationen, Workshops etc.
Raumgröße
ca. 70m²
Kapazitäten
- bis 60 Personen bei Lesungen, Podiumsdiskussionen etc.
- bis 30 Personen bei Seminaren, Workshops
Lage
Das Capa-Haus befindet sich in der Jahnallee 61, 04177 Leipzig, westlich des Elsterflutbeckens, direkt am Palmengarten, dem zentralen Festplatz Cottaweg der Stadt Leipzig und der Red Bull Arena. Es bildet das imposante Eingangstor zu den Stadtteilen Altlindenau, Plagwitz und Schleußig und dem Geschichts-Cluster Leipziger Westen mit dem als historische Stätte der Arbeiterbewegung traditionsreichen Felsenkeller, in dessen Festsaal einst Karl Liebknecht und Clara Zetkin sprachen und Rosa Luxemburg 1913 ihre berühmte Rede über „Die weltpolitische Lage“ hielt.
Die Bus- und Tram-Haltestelle Angerbrücke befindet sich in unmittelbarer Nähe. Mit den Straßenbahnlinien 3, 7 und 15 wird das Capa-Haus ab Hauptbahnhof in ca. 10 Minuten nach fünf Haltestellen erreicht.
Die im Erdgeschoss gelegene Gerda-Taro-Lounge besitzt einen barrierefreien Zugang. Große Fensterfronten sorgen für angenehmes Tageslicht. Der Raum ist individuell bestuhlbar.
Ausstattung
- Bistrotische
- 6 Stehtische mit Hussen
- 60 Stühle
- Bar/Theke
- Garderobe
- Sanitäranlagen
- barrierefreier Zugang
- barrierefreie Toilette mit Wickeltisch
Technische Ausstattung
- Mobiler 75-Zoll-Monitor mit interaktivem Display/Whiteboard und USB-Anschluss
- Mobile Lautsprecher- und Mikrofonanlage
- Free WLAN
- Teilverdunkelung
Zusätzlich buchbar
- Getränke/Catering
- Outdoor-Möbel für Außenbereich
- Moderationsmaterialien, Moderationstafel
- Führungen zur Geschichte des Capa-Hauses und Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig sowie zur jüdischen Geschichte Leipzig (jeweils ca. 30 Minuten)
Für Ausstellungen stehen Stellwände zur Verfügung.
Variante I
Veranstaltungen von gemeinnützigen Vereinen der Stadt Leipzig
- bis 4 Stunden: € 250,00
- jede weitere Stunde: € 50,00
- Auf- und Abbau: € 28,00 pro Stunde
Variante II
Veranstaltungen von Vereinen, Parteien, Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts
Veranstaltungen von Eigenbetrieben und Gesellschaften der Stadt Leipzig
- bis 4 Stunden: € 400,00
- jede weitere Stunde: € 100,00
- Auf- und Abbau: € 28,00 pro Stunde
Variante III
Veranstaltungen von nicht unter Variante I und II genannten Nutzern (z.B. Firmen, Privatpersonen etc.)
Angebot auf Anfrage
Mindestmietdauer: 4 Stunden
Veranstaltungsende: 22.00 Uhr
In den Mietkosten sind Nebenkosten und Reinigung inkludiert. Alle angegebenen Preise verstehen sich exklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Galerie
Veranstaltungen
Ausstellungen
Die Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten kostenfrei zugänglich.
Führungen auf Anfrage.


Dauerausstellung „War is Over“ Befreiung 1945. Robert Capa in Leipzig
Die Dauerausstellung dokumentiert die Geschichte des „Capa-Hauses“ und rekonstruiert die Entstehung der weltbekannten Fotoserie „Last Man to Die“ des Kriegsfotografen Robert Capa, der die Befreiung vom Nationalsozialismus und den Tod des US-amerikanischen Soldaten Raymond J. Bowman am 18. April 1945 fotografisch festhielt. Die Ausstellung wurde vom Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig mit Unterstützung der Initiative Capa-Haus anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945/2025 neu gestaltet und im Januar 2025 wiedereröffnet.
Die Dauerausstellung wird ergänzt durch die interaktive Karte Wege der Befreiung, ein Projekt der CAPA Culture gGmbH.
Das Projekt „Wege der Befreiung der US-Armee in Mitteldeutschland 1945“ rekonstruiert mit einer interaktiven Karte das Vorrücken der US-Divisionen von der Küste der Normandie bis zur Elbe und zeigt deren wichtigste Stationen sowie die Zeitpunkte der Einnahme mitteldeutscher Orte auf.

Über uns

Die CAPA Culture gGmbH verantwortet seit September 2023 Veranstaltungen, Projekte und Sonderausstellungen im „Erinnerungsort Capa-Haus“ und gewährleistet ehrenamtlich die regelmäßigen Öffnungszeiten.
Der ebenfalls hier ansässige Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig für jüdische Kultur und Zeitgeschichte unterstützt den „Erinnerungsort Capa-Haus“ sowohl fachlich als auch personell sowie mit seinem umfangreichen Netzwerk.
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig kuratiert und entwickelt den Dauerausstellungsbereich.
Der „Erinnerungsort Capa-Haus“ versteht sich als Raum kritischer Geschichtsarbeit, wo neben dem Ende des Zweiten Weltkrieges, des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung auch andere Kriege, Krisen, Konflikte sowie Widerstand, Resilienz und der Kampf um Demokratie aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, wobei der fotografische, jüdische und weibliche Blick besondere Aufmerksamkeit erfahren.
Projektpartner: Initiative Capa-Haus
Hentrich & Hentrich Verlag
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Initiative Capa-Haus
Pressemitteilung zur Neueröffnung am 1.9.2023
Pressestimmen zur Neueröffnung
- Jüdische Allgemeine
- MDR
- Leipziger Volkszeitung, 5.7.2023
- Leipziger Volkszeitung, 5.9.2023
- Leipziger Zeitung (mit Video)
- LEIPZIGINFO
- Radio mephisto 97.6 (Audio)
- außerdem: ntv, Tag24, FAZ, diesachsen.de, Mitteldeutsche Zeitung, Märkische Oderzeitung, Berliner Zeitung, SZ, Stern …
Kontakt
CAPA Culture gGmbH
Capa-Haus
Jahnallee 61
04177 Leipzig
Tel.: +49 – 341 – 581 55 898
info@capa-haus.org
www.capa-haus-org
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 11 bis 16 Uhr (außer an Feiertagen)
jeden 3. Sonntag im Monat 11 bis 16 Uhr
Eintritt frei
Führungen auf Anfrage
Anfahrt
Mit der Straßenbahn: ab Hauptbahnhof, Steig C
Linie 3 (Richtung Knautkleeberg),
Linie 7 (Richtung Böhlitz-Ehrenberg) oder
Linie 15 (Richtung Miltitz) fünf Haltestellen bis Angerbrücke/Capa-Haus.
Es stehen am Capa-Haus keine Parkplätze zur Verfügung.
Gern informieren wir Sie über das Programm des Capa-Hauses Leipzig im Rahmen des monatlichen Verlagsnewsletters von Hentrich & Hentrich. Hier können Sie sich für den kostenlosen E-Mail-Newsletter anmelden, der jederzeit kündbar ist.
